Alte Schule Neuenwege

Alte Schule Neuenwege

Die Alte Schule in Neuenwege liegt im Pfarrbezirk Drielake-Neuenwege der Kirchengemeinde Osternburg. Die Kirchengemeinde Osternburg nutzt einen Raum für Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen.

Alte Schule in Neuenwege
Tweelbäker Weg 197
26135 Oldenburg

Tel: 0441 - 202616

In der Alten Schule in Neuenwege feiern wir jeden letzten Sonntag des Monats um 9:30 Uhr Gottesdienst.

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Osternburg - Pfarrbezirk Drielake-Neuenwege

 

Pfarrer Holger Rauer

Steenkenweg 5
26135 Oldenburg

Tel.: 0441/25158
Fax: 044/9572312

holger.rauer@kirche-oldenburg.de

Im Bereich Pfarrer*innen finden Sie weitere Informationen zu Pfarrer Holger Rauer und dem Pfarrbezirk Drielake-Neuenwege. Für die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in der Alten Schule ist Monika Rauer verantwortlich. Hausmeisterin in der Alten Schule in Neuenwege ist Brigitte Schumacher.

Quelle: Rauer, H. (2002). Die Ev.-luth. Kirchengemeinde Osternburg-Neuenwege. In Arbeitsgemeinschaft 450-Jahrfeier (Hrsg.), 1552-2002 Neuenwege. 450-jährige Geschichte von Neuenwege bei Oldenburg (S. 202-206). Isensee Verlag.

Neuenwege

In Neuenwege befinden sich die ältesten nachweislichen Spuren kirchlichen Lebens im Kloster Blankenburg, wie aus der Chronik Blankenburgs zu ersehen ist. Es gibt aber seit langem eine kirchliche Versorgung der Menschen in Neuwege durch die ev.-luth. Kirchengemeinde Osternburg. Das bezeugen die alten Familiengrabstätten an der Dreifaltigkeitskirche und die Eintragungen in den Kirchenbüchern.

Mit der Einrichtung der vierten Pfarrstelle in Osternburg (Pfarrbezirk IV) 1953 wurde die Betreuung Neuenweges in die Hände von Pastor Heinrich Wöbcken gelegt. Er hat wie kein anderer das kirchliche Leben in Neuenwege geprägt.

Pastor Wöbcken konnte sich zunächst auf die Arbeit der Gemeindehelferin Frau Köhne stützen, die in der Alten Schule Konfirmandenunterricht und auch Kindergottesdienst abhielt. Unvergessen sind die gottesdienstlichen Akzente, die Pastor Wöbcken setzte, der Heiligabend Gottesdienste auf der Diele, zunächst auf dem Hof Claußen und später auf dem Hof Nähring, anbot. Diese Christvespern waren weit über die Grenzen Neuenweges bekannt und beliebt.

Nachdem der Schulbertieb in der Alten Schule eingestellt wurde, übernimmt seit Oktober 1971 die Kirchengemeinde Osternburg einen Schulraum als Kirchraum. Dort finden seitdem regelmäßig Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen statt. Der Kirchraum wurde mit einem Altar, einer Kanzel, Taufschale und Abendmahlsgeschirr ausgestattet. Neben den Pastoren Wöbcken, Pastor Struß (seit 1984) und Pastor Rauer (seit 1999), hat besonders die Gemeindehelferin Regine Tietze seit 1961 für die Kirchengemeinde in Seelsorge, Diakonie, Jugendarbeit, Unterricht und Kindergottesdienst gewirkt.

Die Neuenweger sind aktive Gemeindeglieder, was sie nicht zuletzt mit einem sehr guten Besuch der Gemeindeveranstaltungen und Gottesdienste unter Beweis stellen. Kirchliches Leben in Neuenwege ist eng verbunden mit dem Dorfleben, das durch die Vereine getragen wird. Aus dieser Verbundenheit ist seit 1999 die schöne Tradition erwachsen, den "Neuenweger Ernteumzug" mit einem Gottesdienst zu beginnen.

Hofaltar Neuenwege, Erntedank 2016
Hofaltar Neuenwege, Erntedankfest 2016 (Foto: Jürgen Köthnig)


Kloster Blanckenburg im Deichatlas von Johann Conrad Musculus
Kloster Blanckenburg (Niedersächsisches Landesarchiv CC01.0)

Geschichte des Klosters Blankenburg

1294

Gründung des Klosters

12. Juli 1355

Erzbischof Borchard von Bremen weiht die Klosterkirche mit zwei Altären (vermutlich Hauptaltar und Marienaltar) ein. Geweiht wurde das Kloster Johannes dem Täufer, der heiligen Maria und der heiligen Anna.

1499  

Plünderung der Kirche durch die „Schwarze Garde“. Die Altäre und die Glocke werden geraubt.

1525

Reformation in Oldenburg. Nach der Vertreibung der Dominikaner aus Bremen übernehmen die Grafen von Oldenburg den Schutz des Klosters. Der große Klosterhof mit dem Kreuzgang und den Zellen der 24 Nonnen bleibt bestehen, und die Nonnen behalten ihr Wohnrecht. Nur Neuaufnahmen werden verboten, die Nonnen sterben aus.

1557

stirbt die letzte Priorin.

1566

Das Klostergut wird von Johann I eingezogen.

1632

Graf Anton Günther macht aus dem Kloster eine Stiftung für Arme und Waisen.

1636

Kirche und Kloster bekommen die erste eigene evangelische Pfarrstelle.

1688

Der Hauptpastor von St. Lamberti in Oldenburg – Generalsuperintendent Alardus – stiftet die jetzige Glocke. Gegossen wurde sie von Johann Kröger, einem Rotgießer aus Oldenburg.

1789

Der letzte eigene evangelische Pfarrer – Heinrich Christian Esmarch (1780-89 Pfarrer in Blankenburg) stirbt. Daraufhin wird die Pfarrstelle zunächst von Holle mitbetreut, später dann von Osternburg. Erste kirchliche Beerdigungen der Patienten sind möglich.

1860

Das Kloster wird zur Bewahr- und Pflegeanstalt umgebaut.

1864

Die alte Klosterkirche wird wegen Baufälligkeit abgerissen.

6. September 1868

Die neue Kirche wird durch Oberkirchenrat Ramsauer eingeweiht. Erbaut wurde die neue Kirche auf dem Grund der alten, doch wegen der Krankenhausbauten ist sie um 8 m kürzer und 2,3 m breiter.

1935

Die Anstalt wird aufgelöst.

1935 - 1937

Das Kloster dient als SA-Hilfswerklager und SA-Führerschule. Der Altar "Zu den sieben Schmerzen Mariens" aus der Osnabrücker Schule – der Ersatz für die 1499 geraubten Altäre – kommt in das Landesmuseum, die Kirche wird mit Zuchthäuslern belegt, die in der Landwirtschaft des Klosters eingesetzt werden.

1937 - 1941

Das Gertrudenheim zieht in das Kloster, die evangelische Kirche wird provisorisch wieder hergestellt und von der evangelischen Kirchengemeinde Osternburg betreut.

1941 - 1943

Das Kloster wird zur Sanitätsanlage. Die Patienten des Gertrudenheims werden durch die für Euthanasie-Transporte zuständige Berliner Transport GmbH nach Süddeutschland geschafft. Es wird ein Marine-Lazarett gebaut. Die Flachdachbauten erinnern noch heute daran. Während dieser Zeit wird die Kirche wieder geräumt, russische Kriegsgefangene werden in ihr untergebracht.

Nov. 1943 - März 1944

Im Krankenhaus werden Opfer der Bombenangriffe auf Bremen untergebracht.

1944 - 1958

Die LVA übernimmt als Pächterin das Kloster für ihre TBC-Kranken. Die Kirche bleibt evangelisch, aber auch die katholische Kirche feiert dort Gottesdienste, das Verhältnis zwischen den beiden Kirchen ist für damalige Verhältnisse ungewöhnlich gut. Die Renovierung und Neugestaltung der Kirche wird von beiden Kirchen und dem Landessozialhilfeverband finanziell unterstützt. Der alte Schnitzaltar kommt aus dem Landesmuseum zurück in die Kirche.

1958 - 1988

Das Krankenhaus Bremen-Ost pachtet die Anlage für seine Nervenkranken, die Kirche wird vom evangelischen Krankenpfarramt Bremen-Ost verwaltet.

1988-2011

Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZAST)

2015 - Heute

Wieder zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber

Kloster Blankenburg
Kirche im Kloster Blankenburg, 2010 (Foto: Bin im Garten CC3.0)