Ostern

Passionszeit, Karwoche und Ostern

Kar stammt vom althochdeutschem Wort "chara" oder "kara" und bedeutet Kummer, klagen oder trauern. Die Karwoche bezeichnet die Woche vor Ostern. In dieser Woche gibt es in der Kirchengemeinde Passionsandachten und Gottesdienste, die den Leidensweg Jesu intensiv verfolgen. So wird am Gründonnerstag an das letzte Abendmahl gedacht, und es wird gemeinsam gefeiert. Am Karfreitag wird an Jesu Kreuzigung erinnert und am Karsamstag an Jesu Grablegung.

Nach der Fastenzeit, die von Aschermittwoch bis zum Samstag vor Ostern reicht und  Passionszeit genannt wird, feiern Christinnen und Christen rund um den Globus die Auferstehung Jesu Christi und den Sieg des Lebens über den Tod. Das älteste und wichtigste Fest der Christenheit begehen wir mit Gottesdiensten am Ostersonntag und am Ostermontag.

Im Gemeindehaus Erikaweg findet schon am Ostersamstag abends ein Familiengottesdienst statt.

In der Osternacht beginnen wir bereits um 5.30 Uhr. Wir sammeln uns vor der Dreifaltigkeitskirche am Feuer. Wir hören einige Texte und beten und schließlich ziehen alle ganz still in die noch dunkle Kirche hinein. Die Kantorei, der Chor an der Dreifaltigkeitskirche, singt: "Das Volk, das noch im Finstern wandelt, bald sieht es Licht, ein großes Licht. Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt."

Die neue Osterkerze wird entzündet. Von der großen Kerze geht das Licht weiter zu den kleinen Kerzen, die jeder und jede in den Kirchenbänken in der Hand hat - bis das Kerzenlicht die ganze Kirche erhellt. Wir hören das Osterevangelium und dann läuten die Glocken, das Licht geht an und die Orgel begleitet den Gemeindegesang: "Christ ist erstanden".

Wir taufen - zumeist - Jugendliche und Erwachsene. Vor lauter Osterfreude tanzen wir singend zum Heiligen Abendmahl. Nach dem Osternachtgottesdienst gibt es ein großes Osterfrühstück für alle im Gemeindehaus.